Anzinger Jugendformation Wild 16 rockt mit Twilight Norddeutschland
- Rock´n´Roll DreamTeam fährt routinierten "Arbeitssieg" ein -
Eckernförde, 17.4.2010: Die Anzinger Rock´n´Roll-Formationen bestätigen
ihre herausragende Bedeutung bei der Norddeutschen Meisterschaft der
Rock´n´Roll-Formationen am Wochenende in Eckernförde an der Ostsee: Die
Schülerformation "Wild 16 - die wilden 16" belegte mit ihrem neuen
Programm "Twilight" einen fantastischen zweiten Platz, das Rock´n´Roll
DreamTeam konnte sich in der Masterklasse knapp gegenüber den
Lokalmatadoren aus Flensburg behaupten und siegte mit der Wertung 1 - 1
- 1 - 2 - 2. Ebenfalls ins Finale der Erwachsenen kamen die Anzinger
"Eye Catcher" und holten dort Platz 5, mit Platz 6 knapp am Finale
vorbei getanzt sind die "Dream Stars". In der Jugendklasse sicherte sich
der "Rockers Club", die zweite Anzinger Jugendformation, ebenfalls den
Einzug ins Finale und holte dort Platz 6.
Es war eine sehr erfolgreicher Ausflug der Anzinger Rock´n´Roller ins
fast 1.000 km entfernte Eckernförde. Siege fast in Serie beim
Rock´n´Roll DreamTeam sind ja in Anzing fast schon die normale
Erwartungshaltung, lange aber schon wollte man bei den Anzingern wieder
an die die Erfolge der "Kleinen Feiglinge" anknüpfen und auch bei den
Schülern mit auf dem Treppchen stehen. Die Kleinen Feiglinge waren von
2000 - 2005 eine der führenden Schülerformationen in Deutschland und
gingen 2006 mit den "Rock´n´Roll Kisses" im "Rock´n´Roll DreamTeam" auf.
Die Wilden 16 hatten es zwar schon seit einiger Zeit geschafft, sich in
den Finalrunden zu platzieren, aber ganz auf das Podest hatte es hierfür
bisher nicht gereicht.
Das veranlasste Trainerin Tini Jana-Obermeier zu einem radikalen
Einschnitt: Ein neues Programm musste her, ein Thema und eine Musik, das
alle mitreißt. Zusammen mit ihrem Mann entwickelte sie das Motto
"Twilight", die Verwandlung von "Gut" in "Böse". Robert Obermeier
arrangierte die Musik und seine Frau entwarf in monatelanger Arbeit die
Trikots, bei denen der Verwandlungsprozess durch einen überraschen
Farbwechsel der Damentrikots von Weiß in Rot optisch optimal dargestellt
wird. Auch die von ihr entworfene Choreografie ist voll auf das Thema
"Verwandlung" abgestellt und mit tänzerischen Höchstschwierigkeiten
gespickt.
Die Frage war nur, wie würden Wertungsrichter und Publikum auf dieses
"Gesamtkonzept" reagieren? Die Antwort wurde am Samstag in Eckernförde
gegeben: Die Wilden 16 kamen auf Anhieb auf Platz 2 hinter den
amtierenden Deutschen Meistern aus Iserlohn und vor den Deutschen
Vize-Meistern aus Eggenfelden. Schon nach der Vorrunde gabe es in der
Szene großes Staunen, erst recht nach der fantastisch getanzten
Finalrunde. Der Jubel bei den Wilden 16, die erstmals in ihrem Leben auf
dem Siegerpodest standen, war daher grenzenlos und die mitgereisten Fans
waren restlos begeistert.
Auch der Anzinger "Rockers Club" brachte im Finale, obwohl nur mit 5
Paaren an den Start gehend, die beste Leistung seiner Geschichte auf das
Parkett. Die beiden Trainer Miriam Kaser und Christopher Möhring waren
mit der Leistung hochzufrieden. Unter Experten wäre hier sicher ein
besserer als der sechste Platz möglich gewesen.
Bei den Erwachsenen spielte das Rock´n´Roll DreamTeam seine gesamte
mannschaftliche Geschlossenheit und Erfahrung aus, um gegen die
nationale Konkurrenz bestehen zu können. Man war mit einer schon
verletzten Dame angereist und die Verletzung verschlimmerte sich weiter
während des Wettkampfs. Aber Michaela Stranimaier biss die Zähne
zusammen und zog Vorrunde und Finale durch. Nur auf den Siegertanz
musste sie dann verzichten. Dieser Siegertanz wird ohnehin in die
Anzinger Geschichte eingehen: erst wurde während des Vortrags die Musik
abgeschaltet, aber die Fans sangen den Titel "Country Roads" a capella
weiter, so dass das DreamTeam weitertanzen konnte, dann aber brach der
Veranstalter endgültig ab, da er befürchtete, dass in der Halle in
wenigen Sekunden automatisch auf Notlicht umgeschaltet würde, so dass
jede Akrobatik lebensgefährlich wäre. Das Trainerpaar Tini und Robert
Obermeier freuten sich über die insgesamt gute Leistung, aber auch über
das Quäntchen Glück, das dem DreamTeam dieses Mal zur Seite gestanden
war - Glück des Tüchtigen, denn das DreamTeam hatte in den vergangenen
Monaten hart gearbeitet.
Frech aufgetrumpft haben im Finale die jungen Anzinger "Eye Catchers",
die ebenfalls von Ausfällen geplagt waren, und kurzfristig die
Mannschaft umstellen mussten. Frei und unbekümmert kamen sie ins Finale
und dort auf Platz 5. In der Zukunft wird man sicher noch mehr von
dieser Mannschaft hören.
Ebenfalls von großen Verletzungssorgen geplagt waren die im Jahr 2009
sehr erfolgreichen Anzinger "Dream Stars". Alleine drei Damen fehlten
verletzungsbedingt, zwei davon fielen est vor 4 Wochen aus.
Glücklicherweise fand sich kurzfristiger Ersatz: Lauretta Kölbl-Klein,
die dem DreamTeam 2009 schon durch ihr Einspringen die Deutsche
Meisterschaft sichern half, überlegte auch dieses Mal nicht lange: Sie
sagte einen Wellness-Urlaub ab und stürzte sich kurz vor Ostern ins
Training. Der zweite Ersatz kam von der Trainerbank: Der aktuelle
Notfall veranlasste Abteilungsleiterin und Trainerin Tini Obermeier zum
2. Comeback in ihrer Karriere. Diesen beiden "Feuerwehrfrauen" gelang
es, mit großer Routine und Sicherheit den "Brand" bei den Dream Stars zu
"löschen". Da die Stars aber trotzdem nur mit der Minimalzahl von 4 -
statt 6 Paaren antreten konnten, genügte auch eine sehr gute Leistung
nicht ganz für die Finalteilnahme. Die Stars belegten Platz 6 und
sammelten dadurch 72 wichtige Ranglistenpunkte. Diese Punkte sind am
Ende der Saison für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft
ausschlaggebend.
In den Bussen nach Anzing wurde noch lange gefeiert. Alle Tänzer freuen
sich schon auf den 15. Mai: Dann finden in Trostberg die Süddeutschen
Meisterschaften der Formationen statt. Die Anfahrt dorthin ist auch um
920 km kürzer als nach Eckernförde.....